
Bei Luftreinigungsanlagen stellt die interne Geometrie ein Problem dar. Es gibt Bereiche, die von den Strahlen nicht erreicht werden können – genau solche Bereiche sind es, in denen Pathogene überleben können. Das führt wiederum zu Problemen bei der Konformität mit den Vorschriften. Die Lösung liegt nicht darin, mehr Energie einzusetzen, sondern vielmehr darin, die Energie dort einzusetzen, wo sie benötigt wird.
Was wirklich wichtig ist: Wir verwenden Niedrigdruck-Quecksilberdampflampen, die auf die Wellenlänge von 254 nm abgestimmt sind. Genau diese schmale Spektrallinie wird von Mikroben besonders effektiv absorbiert – DNA und RNA werden dadurch zerstört, was eine zuverlässige Desinfektion ermöglicht. Wir wählen Lampen aus, bei denen die maximale Strahlungsintensität bei 10 mm Entfernung über 40 mW/cm² liegt – das wird mit einem kalibrierten Radiometer gemessen. Dadurch bleibt die Leistung über 9.000 Stunden konstant, wobei die Leistung nur um weniger als 8% abnimmt. Dies ist dank spezieller Amalgamformulierungen sowie ozeongefreier Quarzkörper möglich. Anschließend passen wir die Geometrie des Reflektors so an, dass die Strahlen gleichmäßig verteilt werden und keine „Schattenzonen“ entstehen.
Warum das in praktischen Anwendungen funktioniert: Individuell angepasste UVC-Elemente lösen das Problem der „Schattenzonen“, indem sie sich den unregelmäßigen Formen der Luftströmungen anpassen. Wenn die Winkel des Reflektors richtig eingestellt sind, können die Lampen genau dort eingesetzt werden, wo sie am meisten Wirksamkeit zeigen. Dadurch wird der gesamte Desinfektionsraum gleichmäßig behandelt. So entstehen keine „heißen Punkte“ oder „kalten Zonen“. Das bedeutet weniger Nacharbeiten aufgrund ungleichmäßiger Desinfektion, kürzere Bearbeitungszeiten und weniger Ausschuss. Der Energieverbrauch sinkt im Vergleich zu Systemen mit zu großer Reichweite um 15–20%. Zudem können die Intervalle zwischen den Lampenerneuerungen verlängert werden – dadurch wird die Stillstandzeit minimiert.
Wichtige Details, die man nicht außer Acht lassen darf: Die Abstände zwischen den Komponenten müssen genau eingehalten werden. Man sollte genügend Abstand zu hitzeempfindlichen Polymeren halten, damit die Teile nicht verformen. Außerdem ändern sich durch Änderungen in der Ausrichtung der Lampen sowohl die Spektralkennwerte als auch die Lebensdauer der Lampen. Bevor man die Lampen einbaut, muss man auf die Kompatibilität achten – Spannung, Anschlussart sowie Montagebedingungen. Die Betriebstemperatur liegt zwischen 10–45°C. Darüber hinaus nimmt die Leistung ab. Zudem muss die Stromstärke innerhalb der zugelassenen Werte liegen – sonst wird das Amalgam instabil und die Leistung nimmt frühzeitig ab.